Informationen zur Prostata

Av Fredrik Lönnqvist - 26 October 2020

Die Prostata ist eine Drüse beim Mann, die die Harnröhre umschließt. Sie wird auch als „Blauhalsdrüse“ bezeichnet. Hier erfahren Sie mehr über: Prostatatest Die Prostata wird vom männlichen Sexualhormon gesteuert, das während der gesamten fruchtbaren Phase des Mannes ein stabiles und langsames hormonelles Wachstum bewirkt.

Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Viele Menschen verbinden Veränderungen der Prostata mit Prostatakrebs, doch glücklicherweise ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata viel häufiger. Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) – lateinisch „benigne prostatic hyperplasia“ – tritt bei über der Hälfte aller Männer ab 60 Jahren auf. Die Symptome können sehr vielfältig sein, und nur etwa die Hälfte aller Männer mit BPH verspürt überhaupt Beschwerden.

Wenn Sie eine BPH bemerken, äußert sich dies häufig durch Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können. Der Harnstrahl kann schwach sein und manchmal sogar ganz aussetzen. Es kommt auch vor, dass Sie tagsüber häufig Wasser lassen müssen und sogar nachts aufstehen müssen, was Ihren Schlaf erheblich stört.

Behandlung gutartiger Prostataerkrankungen

Etwa die Hälfte aller Männer mit gutartigen Prostataerkrankungen benötigen eine Behandlung. Eine Untersuchung ist jedoch immer ratsam, da gutartige und bösartige Prostataerkrankungen gleichzeitig auftreten können. Ein guter erster Schritt ist ein zuverlässiger Prostatatest. Sollten dabei Auffälligkeiten festgestellt werden, suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Eine wirksame Behandlungsmöglichkeit bieten Medikamente aus der Gruppe der Alpha-Blocker, die die Muskulatur um Prostata und Harnröhre entspannen.

Auch Phytosterolpräparate können bei einer vergrößerten Prostata eingesetzt werden. Sie hemmen und verlangsamen das Wachstum der Prostata. Bei einem vollständigen Verschluss der Harnröhre kann ebenfalls eine Operation erforderlich sein.

Prostata - Illustration

Bösartige Prostatavergrößerung (Prostatakrebs)

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart in Schweden und diejenige mit den meisten Todesopfern. Im Gegensatz zur gutartigen Prostatavergrößerung verursacht die bösartige Prostatavergrößerung deutlichere Symptome, darunter:

  • Blut im Urin
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Knochenschmerzen (bei Metastasierung)

Prostatakrebs wird häufig durch erbliche Faktoren verursacht. Auch Lebensstilfaktoren spielen eine Rolle, doch die Forschung ist sich uneins darüber, wie und in welchem ​​Ausmaß. Jährlich erkranken etwa 10.000 Männer an Prostatakrebs. Die Erkrankung tritt jedoch vor dem 50. Lebensjahr sehr selten auf. Die meisten Betroffenen sind über 70 Jahre alt, wenn die Krankheit erstmals auftritt. Die Prognose hängt vom Alter des Patienten und davon ab, ob die Erkrankung bereits gestreut hat.

Untersuchungen und Behandlung

Wenn Ihr PSA-Wert im Prostatatest erhöht ist oder Sie Prostatakrebs vermuten, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden. Bei der körperlichen Untersuchung wird der Arzt die Prostata auf Tumore untersuchen. Bei erhöhten PSA-Werten wird der Arzt eine Gewebeprobe entnehmen und/oder eine Biopsie durchführen. Heutzutage gibt es wirksame Behandlungsmethoden für Prostatakrebs, wie z. B. Operation und Strahlentherapie. Eine Hormontherapie kann eine Option sein, wenn der Tumor langsam wächst, Sie älter sind oder an anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen leiden. Sie heilt Prostatakrebs nicht, verlangsamt aber das Fortschreiten der Erkrankung und verlängert in der Regel die Lebenserwartung.

Selbst wenn Sie sich kerngesund fühlen, kann ein PSA-Test sinnvoll sein, um sicherzustellen, dass mit Ihrer Prostata alles in Ordnung ist. Studien zeigen, dass Prostataveränderungen bis zu 7 von 10 Männern in ihren 70ern betreffen und diese Veränderungen schleichend Jahre vor dem Auftreten erster Symptome auftreten können.

Häufig gestellte Fragen zur Prostata

Wann sollten Sie Ihre Prostata untersuchen lassen?

  • Die Meinungen dazu gehen auseinander. Manche Ärzte sind der Ansicht, dass Prostatauntersuchungen ab 40 Jahren durchgeführt werden sollten. Dies ist im schwedischen Gesundheitssystem leider nicht üblich, daher muss der Patient unabhängig vom Alter selbst um eine Untersuchung bitten. Wir empfehlen jedoch, ab 45 Jahren mit den Untersuchungen zu beginnen und diese dann jährlich durchzuführen. So können Veränderungen der Prostata rechtzeitig erkannt werden.

Was ist die Prostata und welche Funktion hat sie?

  • Die Prostata des Mannes umschließt den oberen Teil der Harnröhre. Ihre Aufgabe ist es, eine nährstoffreiche Flüssigkeit zu produzieren, die sich mit der Samenflüssigkeit vermischt, um die Spermien beim Samenerguss zu stimulieren. Die Prostata ist daher für die Fortpflanzungsfähigkeit des Mannes unerlässlich.
    Beim erwachsenen Mann ist die Prostata etwa so groß wie eine Pflaume (ca. 3 cm).

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